10 Typische Landesgerichte in Myanmar

Jedes Land hat eigene Vorlieben bei der Zubereitung von Speisen. Die Küche Myanmars ist insbesondere durch die geografische Lage und den Einfluss der zahlreichen ethnischen Gruppen des Landes geprägt: Vielfältiger könnten die Leibspeisen der Burmesen also kaum sein. Entdecken Sie hier die 10 meist verbreiteten landestypischen Gerichte, die in ganz Myanmar immer wieder auftauchen.

1. Mohinga – Eine Fischsuppe als Nationalgericht

Mohinga ist das Nationalgericht schlechthin in Burma. Die Fischsuppe gehört ganz sicher zu den Gerichten, die Sie auf Ihrer kulinarischen Reise nicht verpassen sollten. Typischerweise wird Mohinga von den Burmesen zum Frühstück gegessen, mittlerweile ist sie jedoch ebenfalls zu anderen Tageszeiten erhältlich: Insbesondere in den traditionsreichen Garküchen und Teehäusern. Es gibt unzählige Varianten der gelblichen Fischsuppe. Das Rezept verändert sich immer ein wenig, je nachdem in welcher Region Sie sich befinden und welches Familienrezept dahinter steckt.

Die Grundzutaten von Mohinga sind Faden- oder Reisnudeln, Fisch (wobei meistens Wels bevorzugt wird), der Stamm einer Bananenstaude und verschiedene Gewürze. Üblicherweise wird Knoblauch, Ingwer und Zitronengras verwendet.

Auch weitere Gewürze kommen je nach Anleitung mit vor: Einige der häufigen extra Zutaten sind Eier, Frühlingszwiebeln, Huhn und Bohnen.

2. Shan Noodles – Die beliebten klebrigen Reisnudeln

Shan Noodles gehören für Burmesen absolut zu den Favoriten auf dem Speiseplan. Die klebrigen Reisnudeln haben sich in ganz Myanmar durchgesetzt, stammen aber ursprünglich aus der östlich gelegenen Region Shan am Inle See.

Typischerweise werden sie als Beilage zu den verschiedensten Hauptgerichten serviert. Häufig kommen sie auch in Salaten vor: Hier aber in etwas dickerer Form. Unbedingt gehören Knoblauch, Soja- oder Chilisoße, Erdnüsse oder Frühlingszwiebeln in die Shan Nudeln. Besonders gerne werden zu den Reisnudeln auch Tomaten, Kichererbsen und Hähnchen- oder Schweinefleisch gereicht.

3. Laphet Thoke – Der Populäre Salat mit Teeblättern

Der Laphet Thoke ist ein traditioneller Salat aus Teeblättern und gilt in Birma als Friedenssymbol. Zur Versöhnung nach einem Streit wurde typischerweise gemeinsam ein Teeblatt- Salat gegessen. Die Basis besteht aus den Teeblättern, Kraut beziehungsweise Kohl, gerösteten Erdnüssen, Zwiebeln, Tomaten und Bohnen.

Als Dressing wird eine Mischung aus Öl, Knoblauch, Salz und Zitrone hinzugegeben. Beliebte zusätzliche Zutaten sind Shrimps oder Sesam. Diese raffinierte Kombination ist besonders schmackhaft und erfrischend. Vor allem in den Sommermonaten ist Laphet Thoke ein gelungenes Gericht, welches Sie praktisch überall in Restaurants, Teeläden oder auf den Straßenmärkten finden können. Mehr über das faszinierende Streetfood in Myanmar erfahren Sie hier.

4. Curry – Ein Klassiker in der burmesischen Küche

Currys sind in ganz Birma beliebt und im Vergleich zu ihren indischen Verwandten deutlich weniger scharf. Vor allem in den Küstenregionen Myanmars wird das Curry besonders gerne mit Tigergarnelen gegessen, aber auch viele andere frische Zutaten sorgen für ein einmaliges Geschmackserlebnis.

Der Reis wird normalerweise bereits am Morgen zusammen mit Gemüse, Fleisch oder Fisch beziehungsweise Meeresfrüchten und verschiedenen Gewürzen eingekocht und vorbereitet. Sesam- oder Erdnussöl bilden die Basis. Je nach individueller Rezeptur enthalten die burmesischen Currys noch Kurkuma, Kreuzkümmel, Gewürznelken und Anis. Gern gesehen sind außerdem Schalotten, Chili, Ingwer und Knoblauch.

Currys werden im Grunde genommen zu jeder Tageszeit gegessen und werden praktisch überall, wo es Speisen gibt, verkauft.

5. Streetfood – Das begehrte Barbecue am Straßenrand

Das Streetfood gehört zu den unverzichtbaren kulinarischen Erlebnissen in Myanmar. Besonders populär für die Gaumenfreuden an der Straße ist die Region Yangon. Begehrt sind vor allem die zahlreichen Grillstände der Straßenhändler und das frisch zubereitete Barbecue.

Es kommen vor allem verschiedene Spieße, Fleisch, Fisch und Maiskolben auf den Grill. Direkt vor Ort suchen Sie sich das Fleisch oder den Fisch selbst aus und können dann beobachten, wie Ihre gewünschte Speise direkt auf dem Grillfeuer zubereitet wird.

Hier verbindet sich einmaliger Geschmack mit dem Erlebnis der Zubereitung und die außergewöhnliche Atmosphäre der kleinen Garküchen.

6. Sticky Rice – Die Basis zahlreicher Spezialitäten

Nicht nur die klebrigen Shan Nudeln sind ein Highlight in Birma, sondern auch der Klebreis. Überhaupt sind Reis und Nudeln aus der burmesischen Küche nicht wegzudenken. Sie sind zu jeder Tageszeit auf dem Teller zu finden – entweder als Beilage oder als Basis für das Hauptgericht. Der Klebreis ist sehr häufig die Basis für Myanmars kulinarische Spezialitäten.

Zum Beispiel werden kleine Reisbälle zusammen mit Fleisch, Fisch oder beide in Kombination geformt und als köstliche Zwischenmahlzeit serviert. Ebenfalls begehrt sind die Reiskuchen, welche als Süßspeise angeboten werden. Insbesondere in den traditionellen Teehäusern sind die Sticky Rice Cakes zu finden.

7. Pyin oo Lwin – Die burmesische Variante des Fondues

Pyin oo Lwin ist ein heißer Topf mit Schweineorganen und ist abgesehen von seinem einzigartigen Geschmack auch aufgrund des günstigen Preises sehr beliebt in Myanmar.

Das klassische Gericht besteht aus einem Pott mit heißem Wasser und Spießen. Auf diesen befinden sich unterschiedlichste innere Organe und Fleischstücke vom Schwein. Typischerweise wird es wie ein Fondue genossen: Die Spieße werden aus dem Topf genommen, in zumeist scharfe Sauce gedippt und dann gegessen.

Nach Belieben können noch Nudeln oder Reis dazu bestellt werden.

8. Exotische Früchte – Ein gesunder und leckerer Snack

Die tropischen Früchte Myanmars sind wesentlicher Bestandteil der kulinarischen Tradition. Sie werden insbesondere als Snack gerne verzehrt. In Birma sind so viele exotische Früchte heimisch, dass es ein wahrer Genuss ist, die unterschiedlichen Leckerbissen zu entdecken und zu kosten.

Vor allem auf einer der zahlreichen Märkte in Burma ist eine große Auswahl an Obst zu finden. Dabei sind sie nicht nur eine echte Gaumenfreude, sondern auch noch gesund. Hier eine kleine Auswahl der frischen Früchte: Bananen, Papaya, Mango, Avocado, Rosenäpfel, Jackfrüchte, Ananas, Mangostane und Granatäpfel.

9. Falooda – Das wohl bekannteste Dessert Myanmars

Vor allem im Sommer kann es in Birma ziemlich warm werden. Eine kühle Erfrischung in Form von Eis kommt da sicher wie gerufen: Nicht ohne Grund ist das Falooda das wohl am weitesten verbreitete Dessert in Myanmar. Die ausgewogene Mischung aus Eiscreme, Rosensirup, Gelee, Basilikum und Milch verspricht eine echte Geschmacksexplosion und gleichzeitig eine willkommene Abkühlung.

Zu finden sind die Falooda in Restaurants, Straßenständen und in Teehäusern.

10. Cuppa Tea – Das Landesgetränk von Birma

Tee ist zwar kein Landesgericht, aber das Landesgetränk Myanmars schlechthin. Cuppa Tea bedeutet nichts anderes als “cup of tea”, also “eine Tasse Tee”. Die Burmesen lieben Schwarztee, grünen Tee und auch Gewürztee und er gehört unverzichtbar zum alltäglichen Leben dazu. Genauso wie das gesellige Zusammensein in den landestypischen Teehäusern.

Häufig wird das beliebte warme Getränk mit Milch oder Palmzucker getrunken.

Fazit

Die kulinarische Entdeckungsreise durch Myanmar gestaltet sich besonders vielfältig und hat den großen Vorteil nicht zu scharf gewürzt zu sein. Dadurch kommen Sie auch mit einem europäisch geprägten Gaumen voll auf Ihre Kosten.

Die burmesische Küche ist eine tolle Mischung aus frischem Gemüse, Reis, Nudeln und Gewürzen. Wenn Sie offen für neue Geschmackserlebnisse sind, finden Sie in Birma ganz sicher einige persönliche Highlights. Zu den unverzichtbaren Stationen auf einer Tour durch die kulinarische Vielfalt Myanmars gehören die burmesischen Teehäuser und das Streetfood aus den Garküchen. 

Grafiken: https://www.flickr.com/photos/mmm-yoso/25421396787

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