Nationalparks in Myanmar

Myanmar ist nicht nur für seine zahlreichen Tempel bekannt. Auch ein Besuch in den beeindruckenden Nationalparks machen eine Reise nach Myanmar unvergesslich und sollte unbedingt in die Reiseplanung mit einbezogen werden.

Nationalparks Myanmar

Myanmar hat eine reiche Artenvielfalt, die es zu entdecken lohnt. Die 36 über ganz Myanmar verteilten Nationalparks bieten zahlreichen seltenen Tierarten einen geeigneten Lebensraum. So leben hier Groß-Säugetiere wie Panther, Bären, Wasserbüffel und verschiedene Affenarten. Auch einige vom Aussterben bedrohte Tierarten, wie zum Beispiel die Großfleck-Zibetkatze leben in den Nationalparks Myanmars. Neben einer atemberaubenden Tierwelt findet man auch zahlreiche beeindruckende Pflanzen, die nur hier heimisch sind und jeden Naturfreund entzücken werden.

Alaungdaw Kathapa Nationalpark

Mit 160,500 Hektar ist der Alaungdaw Kathapa sowohl der größte als auch Myanmars ältester Nationalpark. Der Park beherbergt den ältesten Baumbestand des Landes, sowohl Laub- als auch Kiefernwälder sind hier anzufinden. Neben zahlreichen Baumarten wachsen hier zudem rund 39 medizinische Heilpflanzen. Große Populationen an Leoparden, asiatischen Elefanten und Banteng, einer Wildrindart, nennen den Alaungdaw Kathapa Nationalpark ebenfalls ihr Zuhause. Außerdem gibt es Tiger, Bären und Wildschweine. 

Bitte beachten Sie, dass der Park nur gemeinsam mit einem Parkranger erkundet werden sollte, es gibt keine gekennzeichneten Wege.

Gleichzeitig handelt es sich auch um eine religiöse Stätte, zu der jährlich zahlreiche Gläubige pilgern: ein Schüler Gautama Buddhas, Alaungdaw Kathapa, soll hier in einer Felsenhöhle bestattet sein. 

Ein Besuch des 1984 eröffneten Nationalparks ist mit etwas Aufwand verbunden und es sollten daher mehrere Tage für den Aufenthalt eingeplant werden. Von Monywa aus kann man den Park per Motorrad, Allradantrieb oder Bussen nur während der Trockenzeit zwischen Januar und März erreichen. Aufgrund der Regenfälle sind die Zugangsstraßen ansonsten unpassierbar. 

Nach Monywa verkehren von Yangon aus täglich Busse von der Aung Mingalar Bus Station, das Ticket kostet derzeit zwischen 10.000 - 15.000 Kyat, also 6,35 € - 9,35 € (Stand September 2020).

Mount Popa Nationalpark

Ein Besuch der Tempelanlage von Bagan lässt sich gut mit einem Ausflug in den Mount Popa Nationalpark kombinieren. Der im Mount Popa gelegene 737 Meter hohe inaktive Vulkan Taung Kalat beherbergt auf seinem Gipfel die Tuyin Taung Pagode. Als Ort der Schutzgeisterverehrung ist er eine wichtige Wallfahrtsstätte. Der Gipfel kann über 777 Treppenstufen erreicht werden, die letzten zwei Drittel müssen jedoch, um den heiligen Charakter des Ortes zu wahren, barfuß zurückgelegt werden. 

Etwas südwestlich gelegen befindet sich der Berg Mount Popa, der dem Ort seinen Namen gibt. Rund um den Vulkan existiert besonders im Anschluss an die Regenzeit eine prachtvolle Blumenvielfalt, darunter etliche Orchideen. Auch Lemuren, die seltene Zibetkatze und zahlreiche Vogelarten sind in dem Nationalpark heimisch. Außerdem gibt es zahlreiche Makaken-Affen, die an Touristen gewöhnt und teilweise etwas aufdringlich sind.

Um den Nationalpark von Bagan aus zu erreichen empfiehlt sich das Mieten eines privaten Fahrers. Für die Fahrt müssen Sie mit ca. 40-50 Dollar rechnen (Stand September 2020). Der Nationalpark ist mit dem Auto innerhalb von 1 ½ Stunden leicht zu erreichen. Der Aufstieg auf den Taung Kalat ist täglich zwischen 7 und 22 Uhr kostenfrei möglich.

Nat Ma Taung Nationalpark

Der Nat Ma Taung Nationalpark mit dem Mount Victoria in seinem Zentrum befindet sich im Chin State im Nordwesten des Landes. Der Park bedeckt eine Fläche von rund 720 Quadratkilometern und erfreut sich einer zunehmenden Beliebtheit. Der vom Aussterben bedrohte asiatische Tiger ist hier ebenso zu finden wie zahlreiche Vogel- und Orchideenarten. Die Landschaft ist vielfältig und reicht über Savannengebiete bis hin zu Pinienwäldern. Von Bagan aus sind die angrenzenden Städte Mindat oder Kanpalat innerhalb von 7 bis 8 Stunden per Auto zu erreichen.

Kakaborazi Nationalpark im Kachin State

Der Hkakabo Razi, mit 5.881 Metern der höchste Berg Myanmars, befindet sich im Kkaborazi Nationalpark. Der 1996 gegründete Park besticht durch seine durchgängig hügelige Landschaft sowie permanentem Schnee und Gletschern im Gebirge über 4.500 Meter. Rund 160 Vogelarten sind in dem Park beherbergt. Der Park ist außerdem für die Aufnahme in die UNESCO-Weltkulturerbeliste vorgesehen.

Hlawga Nationalpark

Gegründet 1982 als Wildtierreservat befindet sich der Hlawga Nationalpark rund eine Autostunde von der Stadtgrenze Yangons entfernt. Aufgrund der Nähe zieht der Park auch viele Stadtbewohner und Schulklassen an, die einen entspannten Tag in der Natur verbringen möchten. Er ist der ideale Ort für Picknicker oder Vogelbeobachter. 

Ursprünglich zur Umwelterziehung und zum Schutz der Sumpfwälder geplant, ist der Park inzwischen aufgeteilt in eine Safarizone und einen Mini Zoo. Das Safarigebiet kann sowohl zu Fuß als auch mit einem Buggy erkundet werden, es bietet ein Elefantencamp, traditionelle Häuser sowie Restaurants und Cafés. Außerdem bietet es für zahlreiche Reharten und Reptilien ein zu Hause, die in dem sumpfartigen Gelände die perfekten Gegebenheiten vorfinden. Auch zahlreiche Vogelarten sind hier heimisch. Im Mini Zoo kann man Krokodile, Bären und Tiger bestaunen. Außerdem befindet sich ein Schmetterlingsgehege auf dem Gelände. Der Eintritt für erwachsene ausländische Besucher kostet 5.000 Kyat (Stand September 2020: 3,17€ ) sowie für Kinder 3.000 Kyat (Stand September 2020: 1,90€).

Auch wenn die Nationalparks Myanmars nicht immer einfach zu erreichen sind: Die unglaubliche Artenvielfalt und die beeindruckende Pflanzenwelt machen den Besuch eines Nationalparks mit Sicherheit zu einem Highlight ihrer Reise.

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