Geografie

Wenn Sie eine Landkarte betrachten und nach Myanmar suchen, finden Sie das Land auf dem asiatischen Kontinent. Die Republik der Union Myanmar, wie der vollständiger Name lautet, umfasst eine Fläche von insgesamt 676.578 Quadratkilometern und gehört damit zu den größten Ländern Südostasiens. Von Norden nach Süden erstreckt sich der Staat über eine Gesamtlänge von 2.050 Kilometern, während die breiteste Stelle ca. 930 Kilometer beträgt. Trotz der ausgedehnten Fläche (fast doppelt so groß wie Deutschland) zählt das Land nur 54 Millionen Einwohner. Davon leben 5,21 Millionen Menschen (etwa 10 Prozent) in der Stadt Rangun. Rangun, oder offiziell Yangon, ist demnach zwar die größte Stadt von Myanmar, wurde 2005 dennoch als Hauptstadt abgelöst. Der Regierungssitz befindet sich seither in Naypyidaw. 

Geografie Myanmar

Grenzen und Lage 

Als nördlichstes Land Südostasiens grenzt Myanmar im Westen an Bangladesch, im Nordwesten an Indien (mit den Bundesstaaten Mizoram, Nagaland, Manipur und Arunachal Pradesh), im Osten an Laos und im Südosten an Thailand. Im Süden und Südwesten befindet sich das Andamanische Meer (auch Andamanensee genannt) sowie der Golf von Bengalen, welche durch die indischen Inseln der Andamanen und Nikobaren unterbrochen werden und in den indischen Ozean übergehen. Der Norden und Nordosten grenzt an die Volksrepublik China. 

Die geografischen Zonen und natürliche Begrenzungen

Geografisch lässt sich Myanmar in mehrere Zonen einteilen. Das Kachin-Bergland im Norden ist ein Ausläufer des Himalaya und hat als buchstäblichen Höhepunkt den höchsten Berg Südostasiens zu bieten. Hkakabo Razi ist 5.881 Meter hoch und liegt ziemlich genau an der Myanmar-Indien-China-Grenze. Der komplexe Knoten aus den Bereichen der nördlichen Berge markiert in Bezug auf die Plattentektonik die natürliche nordöstliche Grenze. An dieser Stelle kollidiert die indisch-australische Platte mit der eurasischen Platte. 


Erhebungen von bis zu 2.500 Metern sind auch im Osten des Landes im Shan-Hochland zu finden. Im Westen gelangen Sie über das Rakhine-Yoma-Gebirge zu den Chin- und Naga-Bergen. Diese sind durch noch steilere und höhere Gipfel als der Shan-Staat charakterisiert. Als Beispiel ist hier der 3.052 Meter hohe Mount Victoria zu nennen. Zwischen dem Shan-Hochland im Osten und den Gebirgszügen im Westen liegt die fruchtbare Ebene des Ayeyarwady-Beckens. 

Ein signifikantes topografisches Merkmal des Landes ist das Irrawaddy-Flusssystem. Mit einer Fläche von 47.000 Quadratkilometern gilt dieses als der wichtigste Teil des Landes. In der Lebensader Myanmars fällt vor allem der Ayeyarwady auf, welcher mit einer Länge von 2.170 Kilometern der längste Fluss Myanmars ist. Der Ayeyarwady modelliert an seiner Mündung in den Indischen Ozean im Süden dieses gigantische Fluss-Delta. Eine natürliche Grenze zu Thailand bildet die Wasserscheide des nach Süden verlaufenden Gebirgszuges, östlich des Golfs von Martaban. Myanmar ist durch einen Ring von Hochplateaus und Gebirgen von dessen Nachbarländern abgeschnitten. Einzig der Süden bietet eine hufeisenförmige Öffnung: Vor der Küste ist eine abgesunkene Gebirgslandschaft zu finden. Der Mergui Archipel umfasst über 800 Inseln und ist bis dato nahezu unberührt. Außerdem dehnen sich an der südwestlichen Küste Sumpfgebiete aus, hinter denen wiederum das 3.000 Meter hohe Arakan-Joma-Gebirge liegt.

Die Regionen und Provinzen Myanmars 

Myanmars Aufteilung als Provinzen zu bezeichnen ist genau genommen nicht korrekt, denn es handelt sich vielmehr um Staaten und Divisionen. Die Regionen umfassen Zentral-Myanmar, Nord,- Ost,- West,- und Süd-Myanmar sowie das Ayeyarwady Delta. In letzterer liegt zum Beispiel die Division Yangon. Generell wurde diese Region etwas großzügiger definiert als die anderen fünf Regionen. Zentral-Myanmar liegt nördlich des Flussdeltas, geschützt durch eine bis zu 3.000 Meter hohe, bogenförmige Gebirgskette. Ober- Myanmar macht die inneren Teile des Landes aus, während Unter-Myanmar aus Küstengebieten mit dichten Tropenwäldern besteht. Der Primärwald bedeckt tatsächlich ein Drittel des Landes und gehört zu den größten Schätzen Myanmars. Neben tropischen Regenwäldern hat das zweitgrößte Land Südostasiens zudem viele unberührte feine Sandstrände und Korallenriffe zu bieten. 

Städte Myanmars 

Neben der überwältigenden Natur gibt es natürlich auch einige urbane Highlights in Myanmar. Zahlreiche große und kleine Städte warten auf Ihre Erkundung. Yangon ist nicht nur die größte, sondern auch die modernste Stadt. Bekannt ist das chaotische Yangon für die englischen Kolonialgebäude und zahlreichen Pagoden. Mit 22.000 Einwohner zwar keine Großstadt, aber dennoch ein Highlight des Landes ist Bagan. Hier ist die weltweit größte Anhäufung an buddhistischen Stupas, Tempeln und Pagoden zu finden. 

Im Norden Myanmars befindet sich Hsipaw mit 54.000 Einwohnern. Die Stadt ist von heißen Quellen, Wasserfällen und Shan-Dörfern (die Heimat der Ethnie Shan) umgeben. Thandwe zählt ungefähr 130.000 Einwohner und ist als Hafenstadt vor allem für den Strand „Ngapali Beach” bekannt. 

Fast eine halbe Million Menschen leben in Hpa-an. Die Stadt ist durch eine Vielzahl von buddhistischen Höhlen und die felsige Landschaft charakterisiert. Mandalay zählt zu den Großstädten. Tatsächlich ist Mandalay mit 1,2 Millionen Einwohnern sogar die zweitgrößte Stadt Myanmars. Der Mandalay Hill ist ein geographischer Hingucker und im Gegensatz zu Yangon geht es hier generell nicht ganz so chaotisch zu. 

Die Hauptstadt des Landes - Naypyidaw - wurde erst vor etwa zehn Jahren errichtet und schafft es mit 1,1 Millionen Einwohnern lediglich auf Platz drei der größten Städte Myanmars. Voller Luxus und Prunk handelt es sich dabei jedoch um eine sogenannte Geisterstadt. 

Fazit

Myanmars geografische Besonderheiten sind sehr eindrucksvoll. Geprägt von unterschiedlichen Landschaftsbildern lässt das Land für Reisende keine Wünsche offen. Sie können an einem der langgezogenen Küstengebiete unberührte Korallenriffe erkunden oder die einzigartigen Tropenwälder bestaunen. Auch die Hochebenen und Hochgebirge bieten Spannung und Faszination auf Ihrer Tour durch Myanmar. Für mehr Informationen zu einer individuell geplanten Reise dürfen Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

Weitere Themen

Impfungen

Reisetipps » Reisevorbereitungen » Impfungen Myanmar Impfungen Wichtige Impfungen für Myanmar für Ihre Reise nach Myanmar Sollten Sie aus Europa einreisen, sind für Myanmar keine Impfungen vorgeschrieben. Sollten Sie allerdings …

Impfungen weiterlesen »

Geld-Preise

Reisetipps » Reisevorbereitungen » Geld-Preise Myanmar Geld, Preise & Währung alle Informationen rund um das Thema Geld & Währung in Myanmar Die offizielle Währung in Myanmar ist der burmesische Kyat …

Geld-Preise weiterlesen »

Visum und Einreise

Reisetipps » Reisevorbereitungen » Visum und Einreise Myanmar Visum Visum und Einreise nach Myanmar Jeder der nach Myanmar einreisen möchte benötigt ein gültiges Visum sowie einen mindestens noch 6 Monate …

Visum und Einreise weiterlesen »

Sie haben Fragen?

Sprechen Sie uns gerne an. Unser Team hilft Ihnen gerne weiter.

Angebote für Ihre Myanmar Reise

Lassen Sie sich inspirieren von unseren vorgeplanten Myanmarreisen, die wir gerne Ihren individuellen Wünschen anpassen.

Wir schnüren mehrmals im Jahr unsere Wanderschuhe, um für Sie die schönsten Trekking-Touren in Myanmar zu erkunden.

Entdecken Sie mit uns das letzte Paradies: 800 Inseln, unberührte Strände, feinsandige Buchten, ausgedehnte Korallenriffe und See-Nomaden.

Begeben Sie sich mit uns auf eine unvergessliche Flussreise und entdecken Sie auf beschauliche Weise die kulturelle Vielfalt des Landes.

Meer, Sonne, weißer Sand, Palmen und kristallklares Wasser – die schönsten Orte zum Entspannen und Erholen an Myanmar`s Stränden.

Mit lokalem Charme und Flair – planen Sie gemeinsam mit uns Ihren Aufenthalt in Yangon, Mandalay, Bagan und am Inle-See.

Scroll to Top